Willkommen auf den Webseiten des Theoriebereiches der Übergreifenden Lehre der Fakultät III - Medien, Information und Design an der Hochschule Hannover



Ein Studium ist mehr als eine Berufsausbildung

Das Studium in der Abteilung »Design und Medie« an der Fakultät III »Medien, Information und Design« der Hochschule Hannover umfasst in den Bachelor- und Master-Studiengängen ein fundiertes Theorieangebot. Von den Grundlagen in den ersten beiden Semestern über studiengangsübergreifende Module bis hin zu spezialisierten Fachtheorien trägt dieses Angebot dafür Sorge, dass das Studium an der HsH mehr bietet als eine Berufsausbildung.

Unser Ziel sind kompetente und reflektierte Designerpersönlichkeiten, die ihr gestalterisches Tun als Teil eines gesellschaftlichen Ganzen begreifen.

Diese Angebote werden von den ProfessorInnen Dr. Anja Baumhoff, Dr. Martin Scholz, Dr. Friedrich Weltzien verantwortet.





Symposium Design und Mimesis Kreative Nachahmungsprozesse zwischen Natur und Kultur
Hochschule Hannover 19.10. – 20.10.2017

Der Gegensatz von Natur und Kultur zählt zu den wirkmächtigsten Setzungen der Geistes- und Kulturgeschichte. Konzepte und Theorien der Gestaltung beruhen auf der Unterscheidung zwischen unwillkürlich Gewordenem und willentlich Gestaltetem, zwischen Naturwüchsigem und Menschgemachtem. Dabei reibt sich die Definition des Künstlichen, des Gestalteten, des Designs immer an der Vorstellung von Natur. Entweder wird die menschliche Technologiefähigkeit als Verbesserung der Natur begriffen oder die Natur wird als Vorbild in Perfektion, Effizienz und Komplexität gesehen. Dann soll die Natur nicht übertroffen, sondern nachgeahmt werden. Seit der Romantik wird dieses Nachahmungsmodell gelegentlich auch umgekehrt: eigentlich würde die Natur ja die Kunst nachahmen, wie etwa A.W. Schlegel meinte. Mimesis als Nachahmung kann zudem auch selbst als kulturelle Handlung beschrieben werden, die nicht nur dem Menschen zukommt. Wenn auch bei Tieren und Pflanzen mimetisches Verhalten zu beobachten sind, müssten auch diese als kulturfähig und damit als kreative Wesen angesehen werden.

In jüngerer Zeit steht das Verhältnis von Natur und Kultur wieder verstärkt im Zentrum der Debatten, gerade auch im Zusammenhang mit dem Design. Nachhaltigkeit, Klimawandel, Energiewende, Tierethik, Designerpflanzen und -tiere, Patente auf Genome gehören zu den Begriffen, die im Rahmen ästhetischer und kreativitätsrelevanter Debatten ständig fallen und gern als vitale Herausforderungen der näheren und weiteren Zukunft eingestuft werden. Innerhalb dieser oft heiß geführten Auseinandersetzungen möchten wir das 4. Kurt-Schwitters-Symposium nutzen, um verschiedene Standpunkte im Design zu diskutieren.

Die Perspektiven kommen aus dem Bereich der Cultural Animal Studies und des Posthumanismus, aus der Kunsttheorie und kuratorischen Praxis, sind der Ökologie und dem Naturschutz verpflichtet, setzen sich mit der Gestaltung der Landschaft, der Mode oder der Innenarchitektur auseinander, bedienen aber auch industrielle oder technologische Fragestellungen. Die Unterhaltungsbranche ist dabei genauso herausgefordert wie die Philosophie und Medientheorie, biologische oder soziologische Konzepte stehen ebenso zur Debatte wie Produktionsketten oder Menschen- und Tierrechte. Die Beiträge kommen aus Bereichen, in denen die kreative Klasse aktiv und ein Konzept von Nachahmung der Natur berührt ist.

ReferentInnen: Stefan Adler, Roland Borgards, Sabeth Buchmann, Sonja Dümpelmann, Volker Feyerabend, Patrick Frey, Jasper A. Friedrich, Suzanne Köchert / André Nakonz, Beatrix Landsbek, Regine Rapp, Ingeborg Reichle, Jessica Ullrich

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Symposium Widerständige Praktiken – Design als Orientierungsstrategie
Hochschule Hannover 13.10. – 14.10.2016

Es bewegt sich etwas im Selbstverständnis der Kreativen. Galt bislang Design eher als hilfreich, um Waren und Produkte attraktiver zu machen und modische Trends zu bedienen, so regt sich nun ein neues Selbstbewusstsein. Auch Design kann kritisch sein, kann eingreifen in politische und gesellschaftliche Prozesse.



Das 3. Kurt-Schwitters-Symposium hat sich die Frage vorgenommen, wie Design und angrenzende Gebiete wie Medien und künstlerische Praktiken Orientierung bieten können in einer Welt, die in Bewegung geraten ist und deren Wertgefüge an Verlässlichkeit verloren hat. Die Frage an die eingeladenen Rednerinnen und Redner aus Praxis und Theorie lautet: Wieviel Widerständigkeit verträgt Design? Wie rebellisch darf oder muss die kreative Klasse agieren? Und kann nicht gerade Gestaltung dazu beitragen, die durch Globalisierung und Migration in Bewegung geratenen tradierten Wege, Werte und Normen einer produktiven Revision zu unterziehen?

Prof. Dr. Friedrich Weltzien und Prof. Hans-Jörg Kapp haben für die Tagung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Theorie und Praxis eingeladen, zugesagt haben:

Constantin Alexander, Hannover Robert Bramkamp, Hamburg Elke Gaugele, Wien Stefan Heijnk, Hannover Wilfried Köpke, Hannover Andrea Kollnitz, Stockholm Peter Krieger, Mexiko-City Cesy Leonard, Berlin Kay Marlow, Hannover Rolf Nobel, Hannover Kai van Eikels, Berlin Friedrich Weltzien, Hannover Charles Worthen, Hiroshima

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Die Sprachen des Materials. Narrative – Strategien – Theorien
Hrsg. Friedrich Weltzien und Martin Scholz
Noch nicht lieferbar. Erscheint Oktober 2016



Materialien erzählen Geschichten und tragen damit maßgeblich zur Aussagekraft von Produkten bei. Die Autorinnen und Autoren untersuchen das Verhältnis zwischen Material und Gestaltung sowie die Bedeutungen von Materialien.

Designer, Designwissenschaftler, Materialforscher, Kulturhistoriker und Medientheoretiker widmen sich dem Material unter verschiedenen Aspekten:

- Welche Assoziationen rufen bestimmte Werkstoffe hervor? Wie werden sie im Produktmarketing eingesetzt?
- Wie hängen Inhalt und Gestaltung eines Buches zusammen?
- Welche Rolle spielt der Körper als Material in der Mode?
- Kann man bei digitalen Bildern von Materialität sprechen?
- Wie lassen sich architektonische Materialien wie Beton oder Glas ins fotografische Bild übersetzen?
- Welche Konsequenzen hat die Wahl bestimmter Materialien für die Umwelt, für die Produktionsbedingungen und die Transportketten?

So zeigen die Autorinnen und Autoren, dass Kommunikation nicht nur über die Gestaltung eines Objekts stattfindet, sondern auch über die verwendeten Materialien. Ein Buch, das Designtheorie und -praxis vereint und so Praktiker wie Theoretiker aus den unterschiedlichsten Bereichen anspricht.

Die Herausgeber:
Friedrich Weltzien ist Professor für Kreativität und Wahrnehmungspsychologie an der Hochschule Hannover.
Martin Scholz ist Professor für Kommunikation und Projektmanagement an der Hochschule Hannover.

Die Autor/-innen: Hanno Baethe, Hannover; Julia-Maria Blesin, Hannover; Marcel Finke, Berlin; Judith Gerdsen, Hannover; Ute Heuer, Hannover; Sabine an Huef, Dortmund; Wiebke Möhring, Dortmund; Olga Moskatova, Weimar; Franziska Müller-Reissmann, Zürich; Patrick Rupert-Kruse, Kiel; Prof. Dr. Rolf Sachsse, Saarbrücken; Martin Scholz, Hannover; Gunnar Spellmeyer, Hannover; Katharina Tietze, Zürich; Friedrich Weltzien, Hannover; Julia Wolf, Berlin; Stefan Wölwer, Hildesheim.

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Design und Krieg
Hrsg. Martin Scholz und Friedrich Weltzien
Sofort lieferbar. Erschienen Oktober 2015



Von der Konservendose bis zum Spielzeug, von der Fernmeldetechnik bis zur Luftfahrt: im 20. Jahrhundert haben Kriege Herausforderungen an Designer und Gestalter gestellt. Funktionalismus, Kosten- und Materialeffizienz sowie simple Handhabbarkeit waren dabei ebenso wichtig wie die Rücksicht auf nationale Kulturhorizonte und ideologische oder politische Vorgaben.

Wie in kaum einem anderen Bereich menschlicher Interaktion entscheidet im Krieg gutes Design womöglich über Leben und Tod des Benutzers. Design ist nicht nur Diener des Krieges, sondern beide haben auch einiges gemeinsam: Design und Krieg sind – wenn auch auf sehr unterschiedliche Art – gestaltend tätig und nehmen Einfluss auf Materialien, auf Nationalidentitäten und Landschaften.
Die Autor_innen untersuchen konkrete Formgebungen und ordnen Designobjekte materialhistorisch ein. Sie fragen außerdem nach der ethischen und sozialen Verantwortung von Design und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Diskussionen.

Die Herausgeber:
Martin Scholz ist Professor für Kommunikation und Projektmanagement an der Hochschule Hannover.
Friedrich Weltzien ist Professor für Kreativität und Wahrnehmungspsychologie an der Hochschule Hannover.

Die Autor/-innen: Michael Adlkofer, Hannover; Sabine Foraita, Hildesheim; Karen Fromm, Hannover; Martina Glomb, Hannover; Stephan Günzel, Berlin; Linda Hentschel, Braunschweig; Carolin Höfler, Köln; Hans-Jörg Kapp, Hannover; Eva Klein, Graz; Harald Lemke, Lüneburg; Marcel René Marburger, Dortmund; Rolf F. Nohr, Braunschweig; Martin Scholz, Hannover; Gerald Schröder, Trier; Änne Söll, Potsdam; Colin Walker, Hannover; Jens Wehner, Dresden; Friedrich Weltzien, Hannover.

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Symposium talking material - Narrative des Materials
Hochschule Hannover 15.10. - 16.10.2015


Das Zwanzigste Jahrhundert war zuletzt in den Diskursen um die Gestaltung geprägt von der überwältigenden Macht der digitalen Revolution und des Internets. Begrifflichkeiten der Virtualität prägten Theorien und Konzeptionen des Designs. Repräsentation, Imagination oder Entkörperung hießen die Leitplanken des Denkens, Schlagworte wie Informationskultur und immaterielle Arbeit waren in aller Munde. Aber auch Computer haben eine analoge Dimension. Nach der „Wiederkehr des Körpers“ und seiner Rolle in performativen und prozessualen Phänomenen der Interaktion, nach der Frage des Raums, geriet im 21. Jahrhundert auch das Material wieder in den Fokus der Designtheorie.

In unserem jährlichen Symposium an der Fakultät III „Information, Design und Medien“ untersuchen wir die Rolle und die Bedeutung des Materials für Designvorgänge. Um dieses weitläufige Feld einzugrenzen, gilt es die Frage präziser zu fassen: Es soll darum gehen, wie Material im Design Geschichten erzählt, wie es Bedeutung, Wert oder Sinn erzeugt, wie über Gestaltung von Materialien kommuniziert wird.

Prof. Dr. Friedrich Weltzien und Prof. Dr. Martin Scholz haben für die Tagung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Theorie und Praxis eingeladen, zugesagt haben:

Julia Blesin, Hannover - Judith Gerdsen, Hannover - Marcel Finke, Berlin - Ute Heuer, Hannover - Sabine an Huef, Dortmund - Wiebke Möhring, Hannover - Olga Moskatova, Weimar - Franziska Müller-Reissmann, Zürich - Dietmar Rübel, Dresden - Patrick Rubert-Kruse, Kiel - Rolf Sachsse, Saarbrücken - Martin Scholz, Hannover - Gunnar Spellmeyer, Hannover - Katharina Tietze, Zürich - Friedrich Weltzien, Hannover - Stefan Wölwer, Hildesheim - Julia Wolf, Berlin.


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Stand: 16.06.2015





Tagung Objektivität und Imagination - Naturgeschichte in der Kunst
des 20. und 21. Jahrhunderts

Hochschule Hannover & Sprengel Museum Hannover
10.09. - 12.09.2015


Im Zentrum dieser interdisziplinären Tagung steht die Verbindung zwischen Kunst und Naturkunde während des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Wissenskomplex der Naturgeschichte umfasst die Vielfalt der belebten und unbelebten Natur und ihrer Präsentationsformen. Die Tagung widmet sich dem Nachleben und Eigenleben der naturkundlichen Darstellungstraditionen in ihren Aneignungen durch die Kunst. Sie thematisiert die wechselseitige Beeinflussung von naturwissenschaftlichen und ästhetischen Bildstrategien ebenso wie die Grenzen ihres Zusammenwirkens.

Konzept und Organisation:
Annerose Kessler und Dr. Isabelle Schwarz

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Stand: 16.06.2015





Symposium Materialschlacht. Design und Krieg
Hochschule Hannover 16.10. - 17.10.2014


Der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs fällt 2014 mit dem 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs zusammen. Das ist Grund genug, sich im Rahmen der Designforschung und ihrer wissenschaftlich benachbarten Disziplinen Fragen nach den Zusammenhängen zwischen Krieg und Gestaltung zu stellen.


Und wie in kaum einem anderen Bereich menschlicher Interaktion wird im Krieg die Kategorie des „social design“ sichtbar: Gutes Design entscheidet womöglich über Leben und Tod des Benutzers. Dabei wird auch deutlich, dass Design nicht nur Diener des Krieges ist, sondern beide auch einiges gemeinsam haben: Design und Krieg sind beide gestaltend tätig, nehmen Einfluss auf das Aussehen und die Wahrnehmung von Materialien und von Landschaften, auf Nationalidentitäten und „Leitkulturen“. Die Organisatoren der Tagung haben 17 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Theorie und Praxis eingeladen, diesen Fragestellungen zu folgen, zugesagt haben:


Michael Adlkofer - Sabine Foraita - Karen Fromm - Martina Glomb - Stephan Günzel - Linda Hentschel - Caroline Höfler - Hans-Jörg Kapp - Eva Klein - Harald Lemke - Marcel Marburger - Rolf Nohr - Martin Scholz - Änne Söll - Colin Walker - Jens Wehner - Friedrich Weltzien



Stand: 25.09.2014




Die Hochschule Hannover präsentiert drei neue Professoren

Mehr Informationen zu den Profossoren/-innen Dr. Anja Baumhoff,
Dr. Martin Scholz und Dr. Friedrich Weltzien finden Sie hier.



Stand: WS 2013/14 // SS 2014





VERANSTALTUNGSTIPPS


30.05.2017 – 02.06.2017
»REDO biannual Cumulus«
Design School Koldingg


15.06.2017 – 16.06.2017
»New Experimental Research in Design«
HBK Braunschweig


19.10.2017 – 20.10.2017
»Design und Mimesis«
4. Kurt-Schwitters-Symposium
für Designtheorie
Hochschule Hannover


10.12.2016 – 03.12.2017
»Szenenwechsel«
Deutsches Museum
für
Karikatur und Zeichenkunst


01.12.2017 – 02.12.2017
»Civic Design!«
14. DGTF Tagung


Anmeldung bis 31.12.2017
»VICIS // ALWAYS CHANGE
A RUNNING SYSTEM
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State of Design München